Wie gehe ich an einem unbekannten Forellensee vor?

Wie gehe ich an einem unbekannten Forellensee vor?

Viele Angler sind ja nicht so oft am Wasser, sondern fahren nur ein paar mal im Jahr zum Forellenangeln. Ich möchte euch gerne einige Tipps geben, damit auch ihr Erfolge an unbekannten Gewässern habt.

Los geht’s !

Dicke Lachsforellen lassen den Tag angenehm zuende gehen

Die richtige Anlage

Sucht euch eine Anlage aus, an der ihr angeln möchtet. Viele Betreiber haben Internetseiten oder sind bei Facebook aktiv, dort könnt ihr euch die Teiche anschauen, beziehungsweise die Fangbilder der letzten Tage. Somit wisst ihr schon mal, mit welchen Fischen aktuell zu rechnen ist. Auf unserer Seite https://troutmaster.de findet ihr ebenfalls viel schöne Forellenseen.
Ihr wisst jetzt, mit welchen Fischen auf der gewählten Anlage zu rechnen ist und die Vorfreude auf den Besuch der Angelanlage steigt.

Sbirolino auf Grund – perfekt für die tote Rute.

Rute von Grund auf

Ich fische an unbekannten Gewässern auch immer eine tote Rute (sinkender Sbirolino ca. 8-12 Gramm) je nach Größe des Gewässers. Ein Vorfach von  150cm bis200cm sind in aller Regel vollkommen ausreichend, um von Grund nach oben mit einem auftreibenden Köder die Forellen in den verschiedenen Wassertiefen zu suchen. Die Tiefe wird durch ein Klemmblei am Vorfach reguliert.

Alle 10 -15 Minuten solltet ihr die Tiefe um 20 cm nach oben oder unten verstellen, bis ein Biss kommt.Fangt mit 10 bis 20 cm vom Grund an. Passende Köder sind z.Bsp. auftreibender Teig, Bienenmade oder andere schwimmende Köder. Der Meise gefällt die tote Rute ebenso gut wie den Bienenmaden (immer wieder schön zu sehen).

Am Forellensee nicht wegzudenken – Meisen. Daher: Schmeisst euren Müll weg!

Ein wichtiges Detail zur Schnur

Scharfe Haken sind ein MUSS

Vermeidet bitte den Fehler, eine zu dicke Schnur zu fischen, weil große Lachsforellen auf den Bildern zu sehen sind. Stellt besser die Bremse richtig ein, Rute und Rolle federn die Fluchten dann ab. Je dünner die Schnur, desto unauffälliger ist sie. Somit stehen die Chancen besser, die teilweise scheuen Fische zu überlisten. Ein Durchmesser von 0,18-0,22 mm ist völlig ausreichend.

Mein Favorit — die Ultra Light Rute

Die Ultra Light Ruteist bei mir immer mit dabei. Mit dieser fische ich zum größten Teil Spoon. Mit dem Spoon kann man super die Fische suchen und man ist extrem flexibel, was die Wassertiefe und die Wurfweite angeht. Über die verschiedenen Grammaturen können Einholgeschwindigkeit, Laufverhalten sowie Lauftiefe reguliert werden. So ist man für fast alle Gegebenheiten gewappnet.

Schnüre für UL : Geflochtene 0,03 – 0,06mm        
Monofile       0,12 – 0,16mm

Der richtige Platz

Aktiver geht es kaum!

Das Tackle ist beschrieben und die Anlage ausgesucht. Jetzt heißt es früh aufstehen, um pünktlich an der Anlage zu sein. Dort angekommen stellt sich jetzt die Frage aller Fragen — WO STELLE ICH MICH HIN?

Die meisten Seen haben bestimmte Hotspots wie:
– Einläufe oder Ausläufe (Mönch)
– Ecken
– Inseln im See
– Uferkanten
– Stellen, an denen der neue Besatz ins Wasser kommt

Kleine Löffel – auf neudeutsch Spoons

An diesen Stellen halten sich die Fische sehr gerne auf. Gerade die großen Lachsforellen bevorzugen Ecken oder Uferkanten, an denen sie sich nur zu gerne aufhalten. Es ist auch immer sinnvoll, den Betreiber der Anlage nach passenden Stellen zu befragen und was momentan gut gefangen wird.

Versucht solch einen Platz zu ergattern. Dort angekommen, zuerst die tote Rute mit Sbirolino und Teig ausbringen (ca. 3 Meter weit).
Mit der UL Rute könnt ihr direkt ein paar Würfe machen. Oft beißt gleich morgens noch vor dem Besatz ein Fisch, der von den Vortagen im Teich schwimmt und über Nacht Hunger bekommen hat.

Den Ablauf über den Tag am Forellensee, sowie die Montage der toten Rute findet ihr in unserm Blog:

https://troutmaster.de/wie-forellen-ticken/
https://troutmaster.de/von-grund-auf/

Dickes Petri!