Wie Forellen ticken

Wie Forellen ticken

Forellen im Teich ticken ein wenig anders, als ihre Verwandten in der freien Wildbahn. Tatsächlich bilden Forellen oft Rudel, kleinere Schwärme in denen sie dann durch den Teich ziehen. Für ins Angler ist dies eine praktische Verhaltensweise. Schwimmen ein paar Goldforellen mit, so kann man diesen Schwarm sehr leicht ausmachen – der Futterneid der Fische ist vorprogrammiert.

Taktiken über den Tag verteilt

Zum Beginn des Tages, am frühen Morgen ist es oft so, dass wir eigentlich nur „Altbesatz“ der Vorvortage im Teich vorfinden. Diese Fische haben schon einiges an Ködern gesehen und haben im besten Fall für sich bereits daraus gelernt.
Jetzt kommt der Besatz, frische Fische, die bereits im selben Wasser gehältert wurden und so auch direkt loslegen, anstatt sich in irgendeine Ecke zu verkriechen. Jetzt gilt es den Schwarm auszumachen und in konzentriert abzuwerfen. Da man oft nicht der einzige ist, der am Teich so vorgeht, sollte man stets die Augen aufhalten und Überwürfe vemreiden. Denn ihr wisst, neu knoten kostet Zeit.

Diese Regenbogenforelle , auch Lachsforelle genannt, konnte dem Teig nicht widerstehen.

Der Schwarm bewegt sich in der Regel und wird nicht immer an Ort und Stelle auf den Köder warten. Hier hat es sich gerade an großen Teichen bewährt immer flexibel zu bleiben um im Fall der Fälle auch mal weiter werfen zu können. Oder den Sbiro gegen eine sehr leichte Pose tauschen zu können. Auch wenn dies kein Werbetext sein soll so muss hier unbedingt die Trout Lake erwähnt werden. Diese hat sich ganz klar als Allround Rute am Forellenteich erwiesen.

Der Schwarm wird mit der Zeit kleiner, Fische setzen sich ab und werden gefangen. Irgendwann kommt die bekannte Mittagspause – rien ne va plus – Nichts geht mehr. Jetzt müssen die Forellen richtig gekitzelt werden und auch hier sollte man das ein oder andere Ass im Ärmel haben.

Köder tuning

Der Köder muss sich jetzt extrem abheben von all dem was die Regenbogenforellen und Lachsforellen so kennen und ebenso verschmähen.
Sei es die Bienenmade am Spoon, das Lametta am Haken oder einfach nur der extrem grelle Spoon, der schon beim anschauen die Fische aus dem Wasser springen lässt. Alles ist erlaubt um jetzt den Fischen richtig auf den Keks zu gehen und doch noch einen Biss zu bekommen.
Hierbei ist vorallem wichtig den Fischen regelrecht vor der Nase entlang zu angeln, da diese aktuell eher faul unterwegs sind. Jetzt muss man ihnen eine echte Show hinlegen, damit es rappelt.

Übrigens ist es relativ pfiffig sich einmal umzuschauen, womit und wie andere Angler ihre Fische fangen – oder eben nicht. Hat man einen Spot an dem Fisch steht, es aber nicht beisst, hat man vielleicht den falschen Köder, oder gar die falsche Köderführung.

Vermeidet Fehler, die vielleicht gerade andere schon machen und ebenso Köder, die andere bereits Fischen, jedoch keinen Fisch fangen.
Mit der Zeit kommt die Erfahrung, wie in jeder Angelart. Das schöne am Forellenangeln ist, dass die Fische nicht jahrelang lernen. Die Zeit in der die Fische dazu lernen ist sehr begrenzt, trotzdem sollten wir sie nicht unterschätzen.