Forellenangeln mit Spoons Teil 1/2

Forellenangeln mit Spoons Teil 1/2
Klein, mit viel Potential.

Wohl kaum ein Köder hat in den letzten Jahren mehr für Furore gesorgt als der Spoon. Zu deutsch Löffel. Gemeint sind aber hier die extra für das Forellenangeln genutzten, kleineren Löffen / Spoons. Löffel oder Blinker gehören mit zu den wohl ältesten Kunstködern, waren sie jedoch lange vor unserer Zeit noch auch Muschelschalen gefertigt.

Dieser Klassiker erlebt gerade am Forellenteich ein wahres Comeback, vorbei sind die Zeiten von Lebendködern oder Forellenteig – Heutzutage wird gesponnen, und zwar so richtig!
Wir wollen uns dem Thema in diesem Blog widmen und eine Hilfe für den Einstieg in die Welt der Spoons bieten. Denn jeder der am Forellenteich angelnt, wird früher oder später sicherlich einmal probieren wollen, wie das ist, eine Forelle zu spinnen.

Leicht, leichter – Spoonangeln

Das Gepäck beim Spoonangeln ist stark ausgedünnt, wir haben nichtmal einen bequemen Stuhl dabei, denn Spoon angeln heisst werfen, kurbeln, werfen, kurbeln. Es ist eine absolut aktive Angelei – wird der Köder nicht bewegt, ist er schlichtweg uninteressant für unsere Abnehmer.

Das Gerät und die Montage sind ebenso simpel, wie der Inhalt unserer Angelasche:

  • Rute
  • Rolle
  • Schnur
  • Vorfachmaterial
  • Snaps
  • Spoons

Das war’s.

Rute und Rolle zum Angeln mit Spoons

TT Spoon Rute, perfekt für den Einstieg geeignet.

Als Ruten kommen relativ kurze und sehr weiche Stöcke mit 1,80 bis 2,40 Meter zum Einsatz, wobei eine 2,4m Rute schon die absolute Obergrenze darstellt. Besser beraten ist man mit Ruten um die 1,8m bis 2m.

Sehr weiche Ruten beim Spinnfischen? Ja genau, richtig gehört. Darauf gehe ich aber im späteren Teil noch einmal genauer ein.

Da Spoons sehr, sehr leicht sind, sollte man dementsprechend auf ein sehr niedriges Wurfgewicht zurückgreifen. 0,5 bis 4g reichen vollkommen aus. Ein höheres Wurgewicht zieht eine schnelle Frustration bei leichten Spoons mit sich, da diese sich nicht mehr vernünftig werfen lassen.
Eine tolle Rute für dieses Vorhaben ist die Troutmaster Tactical Trout Spoon, die mit ihrer sehr weichen, durchgehenden Aktion nahezu jeden Biss verwandelt.

Kleine Rolle, hier mit geflochtener Schnur gefüllt.

Da wir sehr dünne Schnüre fischen um auch leichteste köder weit werfen zu können und die Köder teilweise sehr langsam führen, kommt uns eine kleine Rolle mit geringer Übersetzung sehr gelegen. Zusätzlich müssen wir nicht Kilometerweise Schnur aufspulen um eine volle Spule zu haben – das geht nämlich bei feinen geflochtenen stark ins Geld. Optimal für den Anfang ist eine Monofile Schnur in Stärke 0,16mm oder 0,18mm, diese Verzeiht am Anfang viele Fehler.

Wer dennoch lieber mit geflochtener Schnur fischt, sollte eine Fluorcarbonspitze vorschalten, da selbst Zuchtforellen nicht blind, geschweige denn blöd sind und auch die dünnste geflochtene Schnur wahrnehmen. Ein bis zwei Meter dünens Fluoro sollten ausreichen.

Am Ende der Schnur wird ein kleiner Snap montiert, der ein möglichst großes Auge hat, um dem Spoon genügend Spiel zu geben. Da Spoons sich nicht um die eigene Achse drehen, sondern lediglich von der einen Seite auf die andere schaukeln, müssen wir aus diesem Grund keinen Wirbel montieren.

Spoons und das Gewicht

Die Qual der Wahl…

Spoons gibt es in den verschiedensten Grammaturen und Abstufungen. Zum Beginn reicht es sich ein paar knallige als auch schlichte Spoons zuzulegen. Gewichte von 0.5g und 1.5g sowie schwere Modelle in 3g runden die Köderbox ab. Leichte Spoons sind nicht nur zum Fischen an der Oberfläche gut, nein gerade im Winter kann man sie absinken lassen und sehr sehr langsam führen und auch sehr zeitlupenmäßig absinken lassen. Schwere Spoons dagegen auch mal zügiger unter der Oberfläche führen.

Hier geht es weiter zum zweiten Teil –>